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06.11.2018

„Sehr geehrter Herr Anschütz,

ich freue mich Ihnen mitteilen zu können, dass der Senat von Berlin in seiner heutigen Sitzung mit Senatsbeschluss Nr. S-1667/2018 unter anderem auch die Anerkennung der Grabstätte von Ottomar Anschütz als Ehrengrabstätte des Landes Berlin für die Dauer von 20 Jahren beschlossen hat. In nächster Zeit wird die Grabstätte als Ehrengrabstätte in der üblichen Form (brauner Stein mit Landeswappen und der Aufschrift „Ehrengrab Berlin“) kenntlich gemacht werden. Der Friedhof wird gebeten werden, am Eingang einen Hinweis auf die Grabstätte aufzunehmen“.

Der Senat von Berlin

 

Ehrengrabstätten sind Ausdruck der Ehrung Verstorbener, die zu Lebzeiten hervorragende Leistungen mit engem Bezug zu Berlin erbracht oder sich durch ihr überragendes Lebenswerk um die Stadt verdient gemacht haben, durch das Land Berlin.

Die Grabstätte war ab 1907 Ehrengrab und wurde 2009 von der Ehrengrabliste gestrichen. Der Protest aus dem Inn- und Ausland wurde seit 2016 jedoch so groß, dass der Senat diese Entscheidung revidierte. Momentan wird die Grabstätte restauriert (Friedhof Stubenrauchstraße)

2019

Ottomar Anschütz vor 135 und 125 Jahren

 

Vor 135 Jahren

15.03.1884

Ab jetzt wurde die Photographie zum Träger von Nachrichten

Georg Meisenbach entwickelte in dieser Zeit ein Photographisches und chemisches Reproduktionsverfahren zur Herstellung von Klischees als Druckform für den Buchdruck. Nach diesem Verfahren erschien am 15. März 1884 Weltweit die ersten beiden Momentaufnahmen in einer Illustrierten Zeitung. Natürlich waren es Photographien des Photographen Ottomar Anschütz vom Kaisermanöver bei Homburg von 1883. Sie waren auf den Seiten 224 und 225 der Illustrierten Zeitung Leipzig Nr. 2124 abgebildet. Eine dieser Photographien hat 2018, als original „nach dem Leben aufgenommen“, den Weg in meine Sammlung gefunden.

09.06.1884

Entstand das weltweit einzige Photo der Grundsteinlegung des Berliner Reichstagsgebäudes, heute unser Bundestag. Das Photo entstand um 12 Uhr aus dem Fenster des noch nicht abgerissenen Südflügels des Raczynski Palais. Von den 10 belichteten Glasplatten gelang wegen dem schlechten Wetter nur eine Aufnahme. Dem betagten Kaiser Wilhelm I. wurde wegen des schlechten Wetters ein Zelt aufgebaut um seine Hammerschläge zu absolvieren. Er war so zerbrechlich, dass ihm die Mörtelkelle aus der Hand rutschte. Einige Gäste wisperten, dies sei ein schlechtes Omen.

Auch Reichskanzler Otto Fürst von Bismarck war anwesend

Bismarcks Bedeutung für die Entstehungsgeschichte des Reichstagsgebäudes war enorm, er hat ihn jedoch nie von innen gesehen; 1890 musste er zurücktreten, das Gebäude ist erst am 5. Dezember 1894 eingeweiht worden.

So gibt es von diesem Staatsakt nur eine Photographie. Andere Photographen waren damals mit ihrer Technik nicht in der Lage, solch ein Photo zu produzieren. Auch dieses Photo ist inzwischen in meiner Sammlung. Eine Vergrößerung ist im Berliner Bundestag ausgestellt.

 

Vor 125 Jahren

06.11.1894

D.R.P. Patent Nr. 85791 für Ottomar Anschütz in Berlin

Projektionsdoppelapparat für stroboskopisch, periodisch bewegte Bilder mit Malteserkreuz-Antrieb und Französisches Pat.Nr.242886 vom 15.11.1884

25.Nov.1894

Erste Kinovorstellung auf 6x8m großer Leinwand

 

Nach der Patentierung seines Projektionsapparates vom 6.Nov. konnte Ottomar Anschütz jetzt endlich auch seine vielen lebenden Photographien, die er der Bevölkerung weltweit mit seinem „Elektrischen Schnellseher und Automaten-Schnellseher“ vorgeführt hatte, auch in Lebensgröße und größer zeigen.

Am 25. November 1894 war es dann so weit, Ottomar zeigte öffentlich „Lebensgroße Bewegungsbilder“ auf einer 6 x8 Meter großen Leinwand im Hörsaal des Postgebäudes in der Artilleriestraße. Die Vorstellung begann um 12 Uhr vor Gästen des Kulturministers von Gossler und am Nachmittag für wohltätige Zwecke vor Mitgliedern des Photographischen Vereins. Die öffentlichen Vorstellungen liefen bis 30.11.1894. Es wurden der Parademarsch, Schnellfeuer, schreitendes Kamel, Bocksprung und Einseifen beim Barbier gezeigt.

 

16.Aug.1894

1894 ließ Otto Lilienthal , etwa zwei Kilometer von seinem Wohnhaus entfernt, in Lichterfelde einen Absprunghügel aufschütten, in dessen Spitze ein Flugzeug-hangar untergebracht war. Der Spitzkegelige Berg erlaubte den Absprung nach allen Richtungen. Die erste photographische Aufnahme an diesem Fliegeberg machte Ottomar Anschütz am 16.08.1894, der noch viele folgen sollten. Noch im gleichen Jahr wurde Lilienthal im Fluge mit seinem neuen Standardeindecker im Prometheus veröffentlicht.  

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Warum hat Ottomar Anschütz keine Autos photographiert?

 

1907, im Jahr von Ottomars Tod, war Berlin zu einer Verkehrsreichen Hauptstadt geworden. Es gab die Eisenbahnen, Straßenbahnen und vor allem wurden die Unmengen von gut riechenden Pferdegespannen durch stinkende Kraftfahrzeuge ersetzt.

Warum hat mein Urgroßvater Ottomar Anschütz, der die schnellste Kamera der Welt erfunden hatte, sich nicht mit der Erfindung und Verbreitung der Automobilgeschichte beschäftigt? Ich habe nicht eine Photographie in dieser Richtung!!

Liebe Leser dieser Seiten, ich habe mich (70+) bemüht ihnen möglichst viele Informationen über Ottomar Anschütz zu liefern, doch bin ich kein Informatiker geworden. Mir ist es aber gelungen, diese Informationen zu installieren und die Seiten zu pflegen. Mein Wunsch ist es, dass auch in Zukunft das Thema „Ottomar Anschütz“ weiter wie bisher erforscht wird.

Ich bin dankbar über jede erhaltene Ottomar-Information, auch wenn sie noch so klein erscheint. Bitte schreiben Sie mir, ich antworte möglichst schnell.

Urenkel